Ehrenfriedersdorfer Radpumpe

Wiederentdeckung und Rekonstruktion

Bei Aufwältigungsarbeiten im Jahre 2000 entdeckten die Mitarbeiter des Besucherbergwerkes die historische Radkammer mit Abmessungen von bis zu 4,5 m im Durchmesser und einer Breite von bis zu 1,2 m. Im Verlaufe des Jahres 2001 erfolgte die weitere Aufwältigung des Heinzenschachtes bis auf 15 m Teufe. Schon bei den ersten Teufarbeiten wurde ein Holzrohr freigelegt. Die Lage des Rohres ist außerhalb der östlichen Auflage der Wasserradwelle. Das Holzrohr stellt das Kolbenrohr des 1. Pumpensatzes dar. Der 1. Pumpensatz konnte komplett geborgen werden, vom 2. Pumpensatz blieb nur das 2,0 m lange Saugrohr erhalten. Die Pumpensätze wurden konserviert und stehen für die Ausstellung zur Verfügung.
In 2006 erfolgte der Beschluss zum Einbau eines nachgebauten Wasserrades durch den Ehrenfriedersdorfer Stadtrat sowie die Bereitstellung der finanziellen Mittel durch die Stadt und den Freistaat Sachsen.
Im Jahre 2007 wurde dieses rekonstruierte Wasserrad mit den Originalmaßen in die historische Radkammer eingebaut und bietet Besuchern der Zinngrube bis heute eine voll funktionsfähige Nachbildung der wichtigsten technischen Erfindung aus Ehrenfriedersdorf für Sachsen und die Welt.