Museumskurier - Ausgabe 19 - Juni 2007

Dr. Rita Müller

Der Kaffeesatz im Löschpapier

Aus der Feder von Museumsleuten, Journalisten und Mitgliedern unseres Fördervereins entstand in Kooperation des Sächsischen Industriemuseums mit dem Chemnitzer Verlag eine Anthologie sächsischer Industriegeschichten.¹

15 Autoren haben bekannte und weniger bekannte Persönlichkeiten in einem etwas ungewöhnlichen Museumsführer porträtiert. Erfinder und Unternehmer wie Melitta Benz, August Horch, Johann Zimmermann, Karl Pouva oder Grete Wendt prägten die sächsische Industriegeschichte. Aber auch der Romanautor Karl May, der "Vater" von Winnetou und Old Shatterhand, verdiente sein Geld kurzzeitig als Fabrikschullehrer in Altchemnitz.

So ranken sich viele Geschichten um die großen Persönlichkeiten der sächsischen Industriegeschichte, deren Wurzeln bis zum mittelalterlichen Bergbau herabreichen. Erinnert wird aber auch an weniger prominente Menschen wie den Gaswerker, der in einer Chemnitzer Teergrube zu Tode kam, oder an einen nur durch eine Postkarte bekannt gewordenen französischen Zwangsarbeiter in einem Chemnitzer Betrieb. Schließlich wird das Geheimnis gelüftet, wie das Vögelchen auf die Flasche einer bekannten Biermarke kam.

Lesen Sie nachfolgend eine der Geschichten, die nicht im Buch abgedruckt wurde, aber in einer Fortsetzung sicherlich ihren Platz finden wird: Katja Müller Der Streit um das weiße Gold


¹ Der Kaffeesatz im Löschpapier : sächsische Industrie-Geschichten / Hrsg.: Industriemuseum Chemnitz;
   Freie Presse Chemnitz. - Chemnitz : Chemnitzer Verl., 2006. - ISBN 978-3-937025-275-8

Buch bestellen