Museumnskurier - Ausgabe 17 - August 2006

Claudia Wasner

Sonderausstellung SchulART - Schülerarbeiten zum Phänomen "Gießen"

Erstmals präsentierten die Mittelschulen des Regionalschulamtes Chemnitz die Ergebnisse des Wettbewerbes SchulART in einer gemeinsamen Ausstellung, erstmals auch zu einem ausgewählten Thema. Vom 20. Mai bis 8. Juni waren Arbeiten von 200 Schülern und Schülerinnen aus dem Kunstunterricht und aus Neigungskursen der Klassen 5 bis 10 zum Thema "Gießen" im Industriemuseum Chemnitz zu sehen.

Auf unterschiedliche Weise setzten sich die Kinder und Jugendlichen mit dem Phänomen "Gießen" auseinander. Vom Produktionsbetrieb Gießerei über den technischen Prozess des Gießens bis hin zu Assoziationen wie "Blumen gießen" oder dem "Tränen vergießen" reichten die Ideen. Die Darstellungsformen waren ebenso vielfältig. Gezeigt wurden Grafiken, Collagen, künstlerische Fotografien, Modelle, Plastiken, und Wandgestaltungen; auch moderne Medien kamen zum Einsatz.

Die Schülerinnen und Schüler überraschten mit vielen originellen Werken. Dazu gehören die "Stahlgießerei" vom Neigungskurs der Diesterwegschule Burgstädt, die "Gießkannen" von den Jugendlichen der Maxim-Gorki-Schule Hainichen oder das außergewöhnliche Ortseingangsschild der Stadt "Gießen" von Clara Walther und Christina Wetzlawik aus der Diesterwegschule Burgstädt. "Der denkende Kopf" entstand im Gussverfahren ebenfalls von Schülern der Diesterwegschule Burgstädt. Die Geschichte des Museumsgebäudes inspirierte die Schülerinnen der Klasse 9 der Kunst AG des Chemnitzer Schulmodells zu ihrer Materialcollage "Alte Harlaßgießerei".

Im Rahmen von öffentlichen Führungen stellten Schülerinnen der Josephinenschule Chemnitz die Arbeiten ihrer "Künstlerkollegen" vor.

Entstanden ist die Ausstellung auf Initiative eines Teams von Fachberatern Kunst der Mittelschulen Chemnitz in Zusammenarbeit mit dem Industriemuseum und dem Regionalschulamt Chemnitz. Unterstützt wurde das Vorhaben von der Sparkasse Chemnitz.

Die Ausstellung sollte vor allem eins, Lust auf den Kunstunterricht machen und zeigen, dass dieser mehr beinhalteten kann als "immer nur zeichnen". Das ist den jungen Künstlerinnen und Künstlern ganz sicher gelungen.