Vereinskurier - Ausgabe 13 - April 2005

Gabriele Kunze (Industriemuseum Chemnitz)

Museumsdepot fertig

An der Zwickauer Straße, direkt neben dem Gebäude des Industriemuseums Chemnitz, entstand in den letzten Monaten ein imposantes Bauwerk mit Metallfassade. Manch einer wird sich gefragt haben, was sich wohl dahinter verbirgt. Der Neubau beherbergt in Kürze Depot- und Werkstattbereiche des Industriemuseums, die sich bisher in sehr schlechtem Zustand in verschiedenen Stadtteilen von Chemnitz befinden.

Endlich wird es möglich, dem größten Teil der über 12.000 Kulturgüter der Sammlung die Pflege und Obhut angedeihen zu lassen, die sie erfordern. Dazu zählen seltene und auch schwergewichtige Maschinen aus dem 19. Jahrhundert und den Anfängen der sächsischen Industrie. Neben einer Metall- und Feinmechanikwerkstatt werden eine Werkstatt für Textiltechnik und die Museumstischlerei eingerichtet. Die vorhandene Ausrüstung wird durch neue Maschinen, Werkzeuge und Regale ergänzt.

Die Instandhaltungsmechaniker und Restaurierungsmitarbeiter freuen sich über die modernen Arbeitsplätze, erinnern die derzeitigen Bedingungen doch eher an die Arbeitswelt der 70er Jahre.

Dass im Industriemuseum überhaupt so viele Exponate restauriert werden können, ermöglicht die Agentur für Arbeit Chemnitz, die seit vielen Jahren die Projektarbeit in diesem Bereich großzügig unterstützt. Das Gros der Arbeitnehmer im handwerklichen Bereich wird in Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen und Strukturanpassungsmaßnahmen beschäftigt.

Bei einer Bruttogesamtfläche von ca. 4.300 m² verteilen sich Werkstätten und Sozialbereich auf 500 m² und die Montagefläche mit Lkw-Zufahrt und Deckenkran beläuft sich auf knapp 600 m². Für die Einlagerung von Exponaten stehen 3.100 m² zur Verfügung. Finanziert wurde der 5,8 Mio. € teure Bau jeweils hälftig vom Freistaat Sachsen und der Stadt Chemnitz.

Der Beitrag wurde dem Amtsblatt der Stadt Chemnitz (Nr. 48/2004) entnommen.