Vereinskurier - Ausgabe 12 - Dezember 2004

Wolfgang Kunze

Der Empfang im Rathaus Mulhouse - für alle ein Erlebnis

Der 6. Oktober war ein wirklicher Höhepunkt unserer Reise. Am Vormittag wurden wir vom Direktor des nationalen Eisenbahnmuseums, Monsieur Jean-Marc Combe, persönlich durch die neu gestaltete Ausstellung, die erst im Frühjahr 2005 für die Öffentlichkeit freigegeben wird, geführt. Danach nahm uns die mit vielen Vorführungen elektrischer Experimente gestaltete Ausstellung des Elektrizitätsmuseums gefangen.

Für 17 Uhr wurde die ganze Reisegesellschaft zum offiziellen Empfang der Stadt Mulhouse in den "Salle des Colonnes" am historischen Rathaus eingeladen. Alle hatten sich nach dem anstrengenden Tagesprogramm noch einmal frisch gemacht und betraten gespannt den Empfangssaal. Stühle gab es hier keine; es war ein "Stehempfang".

Pünktlich kam die Beigeordnete des Oberbürgermeisters der Stadt, Frau Christiane Eckert, in den Saal und begrüßte uns alle in deutscher Sprache. In einer kurzen Ansprache erklärte sie uns, wie wichtig für Mulhouse die Verbindungen zu den Partnerstädten sind. Dabei haben sich die Beziehungen zu Chemnitz in den letzten Jahren besonders gut entwickelt. Ein im Jahr 2003 auf dem Platz vor dem Rathaus von der Stadt Chemnitz gestalteter Sommermarkt habe bei der Bevölkerung einen sehr guten Eindruck hinterlassen.

Sie bat uns, herzliche Grüße an den Chemnitzer Oberbürgermeister, Herrn Dr. Peter Seifert, auszurichten. Herr Dresler und ich dankten im Namen des Fördervereins für den freundlichen Empfang. Danach überreichten wir Frau Eckert einige Gastgeschenke. Besondere Freude machte ihr ein Räuchermännchen, der "Chemnitzer Türmer", der seinen Platz im Dienstzimmer, neben einem "Polizisten" - ebenfalls ein Räuchermann - einnehmen soll, den sie vor einer Woche von Chemnitzer Feuerwehrleuten erhalten hat. Auch für den großen Katalog des Industriemuseums bedankte sie sich herzlich. Unserem Verein überreichte sie ein sehr schön gestaltetes Buch über die Stadt Mulhouse und Achim Dresler bekam eine Krawatte. Von den Bediensteten des Rathauses bekam jedes Mitglied der Reisegruppe ein Glas Elsässer Gewürztraminer und ein Stück Elsässer "Guglhupf", also Hefeteig-Napfkuchen. In persönlichen Gesprächen betonten unsere Mitglieder immer wieder, dass in den Mulhouser Museen wahre Schätze der Technikgeschichte vorhanden sind.

Das Prinzip eines von der Stadt Mulhouse eingesetzten übergeordneten Vereins der für die Außenwerbung und den Gesamtauftritt aller Museen von Mulhouse verantwortlich ist, wurde sehr positiv bewertet. Im Beitrag von Ingeborg und Joachim Heppe wird genauer darüber berichtet. Darüber sollten die Kulturverantwortlichen der Stadtverwaltung Chemnitz nachdenken.