Zweckverband Sächsisches Industriemuseum

Der 1998 gegründete und ab 1. Januar 1999 wirtschaftlich selbständige Zweckverband Sächsisches Industriemuseum ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts.

Verbandsmitglieder
Stadt Chemnitz, Stadt Crimmitschau, Stadt Ehrenfriedersdorf, Landkreis Bautzen, Freistaat Sachsen [bis 31.12.2004]

Aufgaben des Zweckverbandes
Der Zweckverband hat im Verbandsgebiet die Aufgabe übernommen, gegenständliches Kulturgut zu sammeln und zu bewahren, bedeutende Industriedenkmäler zu erhalten und für die museale Nutzung zugänglich zu machen. Er widmet sich hauptsächlich der Erforschung und Darstellung wesentlicher Bereiche der sächsischen Industrie-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte als wichtige Aspekte von Historie und Tradition des Landes.

Der Zweckverband betreibt und finanziert gemeinnützig dazu die ihm von seinen Mitgliedern überlassenen Museen und Anlagen: das Industriemuseum Chemnitz, die  Tuchfabrik Gebr. Pfau Crimmitschau, das Besucherbergwerk/Mineralogische Museum Zinngrube Ehrenfriedersdorf sowie die Energiefabrik Knappenrode.

Die Einrichtungen sind z. T. sehr unterschiedlich in ihrer Eigenschaft als Fabrikanlage, Schaubergwerk, Spezialsammlung und klassisches Museum. In ihrer thematischen Gesamtheit besetzen die vier Standorte wichtige Einzelaspekte der Industriegeschichte Sachsens mit ihren Wurzeln im Bergbau und seit ihren Anfängen Ende des 18. Jahrhunderts mit der Gründung von Textilfabriken, dem Beginn des Textilmaschinenbaus und dem sich daraus entwickelnden Werkzeugmaschinenbau.

Das Wirken des Verbandes zielt besonders darauf, der sächsischen Bevölkerung Stolz auf die Leistungen ihrer Vorfahren und die eigene Lebensleistung zu vermitteln sowie die Aufgeschlossenheit für technische und wirtschaftliche Entwicklung zu fördern. Den Besuchern sollen Erlebnis- und Bildungschancen geboten werden, die die Zusammenhänge von Technik, Wirtschaft, Gesellschaft, Ökologie und Kultur darstellen sowie das Bewusstsein und die Handlungen der Menschen beeinflussen. Die Kommunikation über ethische und soziale Probleme soll durch schöpferisches Mitwirken der Bevölkerung beim Aufbau von Museen gefördert werden.

Stichwort: Verbandsversammlung
Die Verbandsversammlung besteht aus dem Verbandsvorsitzenden und den übrigen Verbandsräten. Jedes Mitglied entsendet einen Vertreter. Die Bürgermeister der Mitgliedskommunen und die Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst des Freistaates Sachsen sind Kraft ihres Amtes Vertreter ihrer Körperschaft in der Verbandsversammlung.

Stichwort: Verbandsvorsitzender
Die Verbandsversammlung wählt aus ihrer Mitte den Verbandsvorsitzenden, der den Zweckverband nach außen vertritt.

Stichwort: Geschäftsführer
Die Verbandsversammlung bestellt aus dem Kreis der Leiter der Museen einen Geschäftsführer. Die Geschäftsleitung ist vor allem für die laufenden Geschäfte zuständig, u. a. auch für die Zusammenstellung und Koordinierung aller Planungs- und Bauvorhaben für den gesamten Verbandsbereich.

Organe des Verbandes
Verbandsversammlung
Verbandsvorsitzende: Ludwig, Barbara (Oberbürgermeisterin Stadt Chemnitz)
Geschäftsführer: Brehm, Berthold

Wirtschaftliche Grundlagen
Der Verband hat alle entstehenden Kosten durch Entgelte, Umlagen, Fördermittel, Zuschüsse und Kredite auszugleichen. Ausgaben für die laufende Verwaltung, die nicht durch Entgelte abgedeckt sind, werden über Umlagen der Verbandsmitglieder finanziert, jeweils hälftig durch den Freistaat Sachsen und die kommunalen Mitglieder des Zweckverbandes. Ausgaben für Investitionen werden über Umlagen hälftig durch den Freistaat Sachsen und die anderen Mitglieder des Zweckverbandes beglichen.