SiO2 – Von Bergkristall bis Smartphone | 17. Juni 2017 - 25. Februar 2018

Was haben ein Fußballrasen und ein Weinglas gemeinsam? Was verbindet einen Opal mit einem Smartphone? Und wie stellt man eine Verbindung zwischen einem Bergkristall und Meeresplankton her?

Die Antwort: SiO2 – Siliziumdioxid.

An der Erdoberfläche kommt es fast überall vor. So häufig wie man es findet, so vielfältig ist es auch in seiner Gestalt. Es ist Voraussetzung für die Entstehung wunderschöner Edelsteine wie Opal, Jaspis oder Achat. Als Gestein zeigt sich Siliziumdioxid in einer Unmenge gestalterischer und farblicher Varietät. Aber auch in der Biologie der Pflanzen sowie für uns Menschen in Technik und Alltag ist SiO2 von Bedeutung.

In der Lausitz tritt Siliziumdioxid in seiner reinsten Form als Quarzsand auf. Die hochwertigen Quarzsande werden hier schon seit dem Mittelalter gewonnen und vor allem für die Glasherstellung genutzt. Entsprechend erzählt der Quarzsandbergbau einen wichtigen Teil der Geschichte der Industrialisierung in der Lausitz. Beispielhaft steht hierfür die Entwicklung der Glasindustrie in der Stadt Weißwasser. Um 1900 war sie der weltweit größte Produktionsstandort für Kelchglas. Hier schrieb in den 1930er Jahren der international bekannte Bauhausdesigner Wilhelm Wagenfeld als künstlerischer Leiter der Vereinigten Lausitzer Glaswerke Designgeschichte. Mit seinen Entwürfen für Gläser, Teller und Karaffen schuf er zeitlose Schönheit, die bis heute nichts an ihrer Eleganz verloren hat.

Zur Ausstellung wird ein umfangreiches Begleitprogramm für Familien sowie an Bergbau und Mineralen Interessierten angeboten.