Jazorina. Die Lausitz im Wandel | ab 4. Juni 2016

Foto-Ausstellung von Freya Najade

Unter den hohen Schornsteinen eines wuchernden Industriegebietes liegt unerwartet eine Gruppe von Seen mit unberührten Pfaden und Aussichtsbänken.

Seit den 1970er-Jahren, und verstärkt seit der Wiedervereinigung, werden alte Tagebaugruben geflutet, um künstliche Seen zu schaffen. Heute werden ungefähr zehn von ihnen touristisch genutzt, weitere sind geplant und eine keimende Tourismusbranche hat begonnen, das Land neu zu nutzen. Freya Najade war von der quasi-industriellen Atmosphäre der Lausitz und der gemessenen, aber entschlossenen Gangart des Wandels fasziniert. Ihre Bilder - betitelt Jazorina, nach dem niedersorbischen Wort für "Seenland" - sind stille, durchdachte Objekte, von Licht durchflutet, die zu spekulieren scheinen, was früher war und was noch kommen mag. (Lucy Davies)

Die in Deutschland geborene Fotografin lebt und arbeitet in London. Sie studierte Fotojournalismus und Dokumentarfotografie an der University of the Arts London, wo sie 2009 ihr Master Studium mit Auszeichnung abschloss.

Die Künstlerin arbeitet an freien Projekten und an Auftragsarbeiten für Kunden wie Google, Burberry Foundation, Deutsche Bahn, Fletcher Priest Architects und The Photographer's Gallery. Sie veröffentlicht ihre Fotografien in Publikationen wie The Guardian, British Journal of Photography (BJP), Die Zeit, The Times und Businessweek. Ihre Werke wurden mehrfach ausgezeichnet und national und international gezeigt. Die Serie Jazorina wurde unter anderem für den sechsten Zyklus von Prix Pictet nominiert und hat den Gold Award in Londons Offspring Photo Meet Festival gewonnen.