Handhebeldraisine

Draisinenfahrten auf historischen Gleisen - Fahrspaß mit Muskelkraft: Handhebeldraisine rollt auf 900-mm-Spur

Einen Sommerspaß der besonderen Art verspricht die Fahrt mit einer Handhebeldraisine in der Energiefabrik Knappenrode. Von Anfang April bis Ende Oktober rollt die Draisine 2,6 Kilometer auf der 900-mm-Spur der einstigen Grubenbahn entlang. Es gibt zwei Möglichkeiten, in Knappenrode Draisine zu fahren:

 

1. Die Rundfahrt

Eine Rundfahrt ums Museum kostet 45 € für die große Draisine [bis zu zehn Erwachsene] bzw. 30 € für die kleine Draisine [bis zu sieben Erwachsene]. Der Museumseintritt ist nicht inbegriffen. Zu beachten ist: Die 'Museumsrunde' dauert ca. eine Stunde und ist nur nach Anmeldung möglich. Bitte fragen Sie mindestens drei Tage vor der Fahrt per E-Mail oder Telefon nach freien Terminen und buchen Sie dann Ihre Fahrt.

 

2. Die Kurzstrecke

Wem die Museumsrunde zu lang ist, der kann ohne Voranmeldung für 3 € pro Person eine Kurzstrecke buchen. Die Fahrt dauert etwa 20 Minuten – die Fahrplanauskunft und Kassierung erfolgt im Museumsshop. Kinder bis sechs Jahre fahren in Begleitung eines Erwachsenen kostenlos mit. Aus sicherheitstechnischen Gründen fährt die Draisine nur in Begleitung eines Draisinenführers und nicht bei Regenwetter und nassen Gleisen.

Bei Rundfahrten und Schnupperfahrten mit größeren Gruppen [> 6 Personen] ist eine Voranmeldung erforderlich unter fon: 03571 604267 oder E-Mail

 

Historischer Rückblick: Drais' Draisine
Am 11. Juni 1817 stellte der badische Forstmeister Karl Wilhelm Friedrich Ludwig Freiherr Drais von Sauerbronn seine einspurige Laufmaschine vor, eine Art Tretrad bei dem man sich mit den Füßen vom Boden abstoßen musste. Drais' Draisine erreichte 15 km/h und war damit viermal schneller als die damals übliche Pferdepost.
Freiherr Drais war ein Sonderling, seine Neigungen lagen auf dem Gebiet der Mechanik. Sein Denken und Streben war, Mobile zu erfinden, die lediglich durch die Muskelkraft des Fahrenden in Betrieb gesetzt und gelenkt werden konnten. Drais wollte mit seinem als 'Veloziped' bezeichneten Fahrzeug den Verkehr revolutionieren. Am 10. Dezember 1851 starb der geniale Erfinder Drais in einer armseligen Mansarde in Karlsruhe.
Das von der ursprünglichen Draisine abweichende vierrädrige Fahrzeug wird heute vor allem auf Eisenbahnstrecken eingesetzt. Der Name wurde übernommen, weil ein gewisser Bernard aus Wien 1837 für Schienentransporte zunächst ein Zweirad vorschlug, dass durch Muskelkraft fortbewegt wurde.