Sächsische Rohstofflagerstätten der Gegenwart und Zukunft | Januar bis Oktober 2015

Foto: Zinngrube Ehrenfriedersdorf
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Seit vor 850 Jahren der Bergbau im Erzgebirge begann, gab es im Verlaufe der Jahrhunderte Zeiten der Blüte und Zeiten des Niederganges.

Der sächsische Bergbau wurde geprägt durch die Vielfalt an nutzbaren Rohstoffen. Wissenschaftler, Bergleute, Hüttenleute und Techniker waren gefordert, aus der großen Palette verschiedener Lagerstätten nutzbare Minerale oder Gesteine zu gewinnen und zur Anwendung zu bringen.

Zum aktiven Bergbau zählen nach wie vor der Braunkohlenbergbau und die Gewinnung von Steinen und Erden. Diese beiden Zweige spielen eine bedeutende Rolle bei der Energieversorgung und der Bereitstellung von Ausgangsstoffen für die Bauindustrie.

In den letzten Jahren lassen sich aber zum Teil stark ansteigende Rohstoffpreise auf dem Weltmarkt beobachten. Das führte wiederum zur Neubewertung von 139 sächsischen Erz- und Spatlagerstätten durch das Geokompetenzzentrum Freiberg e. V. Und so scheint es nur eine Frage der Zeit zu sein, bis neue Bergwerke eröffnet werden.

Während beim aktiven Bergbau der Betrieb relativ gesichert und rentabel abläuft, sind die Probleme für den Erz- und Spatbergbau bei der Wiederinbetriebnahme oder Neuerrichtung von Bergwerken wesentlich größer. Unsichere Preisentwicklung, hohe Investitionskosten, schwierige geologische Lagerstättenbedingungen sowie ungelöste technologische Probleme bei der Erzaufbereitung, Anforderungen an den Umweltschutz und Akzeptanz der betroffenen Bevölkerung sind nur einige Aspekte.

Folgende Rohstoffe in sächsischen Lagerstätten werden gegenwärtig gewonnen oder könnten in Zukunft Bedeutung erlangen:

  • Braunkohle, Uran
  • Festgesteine, Kiese und Kiessand, Quarzsand, Kaolin, Ton und Lehm
  • Fluorit, Baryt, Kalkstein, Dolomit
  • Zinn, Wolfram, Molybdän, Lithium
  • Blei, Zink, Indium, Antimon, Kupfer
  • Nickel, Aluminium, Lanthan, Niob