Archiv Sonderausstellungen

Oktober 2016 - April 2017

Liebhaber-Stücke

 

In Sachsen und Böhmen hat das Puppenspiel eine lange Tradition, die sich in einigen Regionen bis heute etabliert hat. Einer der bekanntesten Puppenspieler in Crimmitschau war Max Wagner-Liebhaber [1898-1985]. Mit seinen Auftritten begeisterte er vor allem Kinder und nahm sie für kurze Zeit mit auf eine Reise in die Welt der Märchen, Mythen und Magie. Er fertigte alle Puppen und Requisiten für seine Aufführungen in Handarbeit selbst an. Einige Jahre nach seinem Tod ging sein Nachlass, ein Fundus von über 200 Puppen und Kulissen, in den Besitz der Stadt Crimmitschau über und wird seitdem vom Heimatverein Crimmitschau e. V. bewahrt.

   Erstmalig wurden im Foyer der historischen Tuchfabrik ausgewählte Puppen aus dem Nachlass mit fernöstlicher und orientalischer Anmutung präsentiert.

 

 

März - Mai 2016

Farbenfroh. Textile Ansichtssachen

 

Birgit Birlenberg aus Babenhausen in Hessen 'malt' zwei- wie dreidimensionale Bilder mit Nadel und Faden. Im Zwirnsaal der historischen Tuchfabrik wurden in der Sonderausstellung 'FARBENFROH – Textile Ansichts­sachen' über 100 ausgewählte Werke der Künstlerin in verschiedenen Formaten präsentiert. Frau Birlenberg, deren Kunst bereits 2012 in Osnabrück mit einer Plat­zierung bei einem internationalem Textilwettbewerb prä­miert wurde, bot mit ihren ausdrucksstarken, farbintensiven und kraftvollen Bildern und Wandbe­hängen dem Besucher einen ästhetischen Ruhepol in einer Welt der medialen Reizüberflutung.

März - Juni 2015

Gut bestrickt!

Stricken ist eine Möglichkeit durch Maschenbildung eine textile Fläche zu erzeugen. Strickwaren begleiten uns durch den Alltag: als maschinengefertigte Kleidungsstücke wie Pullover, Strümpfe und Mützen, aber auch als handgestrickte Accessoires und selbstgemachtes Spielzeug. Stricken als Technologie zur Flächenherstellung findet Anwendung sowohl in der textilen Massenproduktion, als auch als kreatives Hobby und Kunstform als Ausdruck individueller Vorlieben.

   Die Ausstellung gab einen Einblick in die Vielfalt des Themas. Im Zentrum der Präsentation standen dabei ausgewählte Maschinen und Produkte der ehemaligen Maschinenstrickerei 'Albert Süß' aus Langenbernsdorf-Stöcken. Diese wurden erstmals in Crimmitschau gezeigt.

September - November 2014
ausGRABungen. Foyerausstellung

An der Kirche in Gablenz, einem Ortsteil von Crimmitschau, wurden im Jahr 2012 bei archäologischen Untersuchungen einige reich ausgestattete barocke Kindergräber aus dem 17./18. Jahrhundert ausgegraben.

   Die in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Archäologie Sachsen entstandene Foyerausstellung bot anhand von Fotografien und Texten einen ersten Einblick in Verlauf, Dokumentation und Auswertung der Ausgrabung.

 

März - Juni 2014

Villen in Crimmitschau. Fotografien von Dietmar Träupmann

 

Crimmitschau hat neben der Tuchfabrik Gebr. Pfau ein weiteres wertvolles historisches Erbe: die Villen der Textilunternehmer und Fabrikanten. Mit wachsendem Wohlstand konnten sich diese eine bessere Wohnqualität durch den Bau von Villen erkaufen und sich so vom Lärm und Schmutz ihrer Industrie räumlich distanzieren. Viele renommierte Architekten, wie der Leipziger Max Pommer, schufen einzigartige Gebäude. Erhaltene alte Postkarten verdeutlichen noch, wie sehr die Villen bei der einheimischen Bevölkerung geschätzt waren. Viele Eigentümer bemühen sich heute, das historische Aussehen zu bewahren.

   Die außergewöhnliche Vielfalt der Fabrikantenvillen zeigte eine Fotoausstellung mit Aufnahmen von Dietmar Träupmann im Foyer der Tuchfabrik Gebr. Pfau.

September - November 2013
Frottee, Feinripp, Dederon. Sexy Unterwäsche aus der DDR?

Wie sah die DDR 'darunter' aus? Was trugen Männer und Frauen im sozialistischen Deutschland, in einem Land, in dem Sexshops und Pornoflme verboten waren und in dem das Wort 'Dessous' nicht zum alltäglichen Sprachgebrauch gehörte? Denn selbstverständlich gab es auch Unterwäsche, die sexy war, und es ging in der DDR keineswegs unerotisch oder prüde zu, wie die FKK-Bewegung zeigt.
   Doch wo wurde die Unterwäsche produziert, beworben und verkauft? Zu DDR-Zeiten stellten Betriebe in Sachsen und Thüringen einen Großteil der Unterwäsche her. Männer trugen beispielsweise Feinrippwaren aus Crimmitschau, Frauen Dederon-Unterkleider aus Limbach-Oberfrohna.
   Verkauft wurden diese Artikel in traditionellen Unterwäschegeschäften sowie in den Filialen der HO oder des Konsums.

März - Mai 2013

Textildruckmodel. Die Sammlung Blum

Seit dem frühen Mittelalter wurden Stoffe mit geschnitzten Holzstempeln bedruckt - den so genannten 'Modeln'. Diese Druckformen fertigte man aus Birnbaum- oder Buchsbaumholz. In erhabener Form erhielten sie ihr Muster ausgestochen oder ausgebrannt. Anschließend wurden die Model in Farbe oder Ätze getaucht, auf den Stoff aufgebracht und mit einem Holzhammer angeklopft, um eine gleichmäßige Farbübertragung zu erzielen. Gedruckt wurde dabei nur mit Muskelkraft, jede Farbe des Musters benötigte dabei einen eigenen Stempel.
     2012 hat das Sächsische Industriemuseum an den Standorten Chemnitz und Crimmitschau mit Unterstützung der Fördervereine der beiden Museen und der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen eine Sammlung mit über 40 Stoffdruckmodeln von Adolf und Felicitas Blum aus Ludwigshafen erwerben können.

Mai - Oktober 2012
Soie de Saxe - Seide aus Sachsen. Rekonstruierte Gewebe aus vier Jahrhunderten

Seide signalisierte viele Jahrhunderte Luxus und Wohlstand. Könige, Fürsten und wohlbetuchte Familien gestalteten ihre Wohn- und Repräsentationsräume mit Seidengeweben.

   Heute sind viele der Stoffe in Schlössern und Villen in ganz Europa zerstört, zerschlissen oder existieren nur noch auf Gemälden und Fotografien. Die Eschke Seidenmanufaktur in Crimmitschau rekonstruiert Textilien, speziell Seide. Sie steht in der Tradition der preußischen Seidenweber unter Friedrich II. des Großen und hat in Zusammenarbeit mit den Potsdamer Restauratoren seit 1966 Damaste und Satinaden originalgetreu für die preußischen Schlösser restauriert.
   Die Ausstellung zeigte die 'fadengenaue' Rekonstruktion in der Seidenmanufaktur, sie dokumentierte, wie aus einem kleinen historischen Stofffetzen ein wertvolles textiles Flächengebilde entsteht. In der Ausstellung sahen die Besucher rekonstruierte Beispiele italienischer, französischer, niederländischer, deutscher, schwedischer, russischer und der um 1860 sehr qualitätsvollen österreichischen Seidenwebkunst.

März - September 2012
INDUSTRIEARCHITEKTUR IN SACHSEN. erhalten - erleben - erinnern

Wanderausstellung des Deutschen Werkbundes Sachsen e. V. in Kooperation mit der Sächsischen Landestelle für Museumswesen und dem Zweckverband Sächsischen Industriemuseum

   Die Ausstellung begleitete die gleichnamige Publikation des Autors Bernd Sikora, herausgegeben vom Werkbund Sachsen. Sie orientierte vorrangig auf die erhaltenswerten, gegenwärtig leer stehenden und vom Verfall bedrohten Bauwerke und deren erforderlichen Erhalt.
   Die ausgewählten Beispiele wieder genutzter und vorbildlich sanierter Industriedenkmale sollten hierbei eine Orientierungshilfe sein und Maßstäbe setzen. An verlorene Industriedenkmale wurde erinnert, um bewusst zu machen, welches Kulturpotential verloren gehen kann, wenn erhaltende Maßnahmen zu spät kommen oder die Denkmale Neubauten weichen müssen.

 

September - November 2011
SIBYLLE trifft Kunst und Mode

Zwischen 1956 und 1995 war die Modezeitschrift SIBYLLE das Medium für Ausblicke in die internationale Modewelt. Den Erfolg der SIBYLLE begründete ihre vergleichsweise hohe künstlerische und redaktionelle Freiheit unter realsozialistischen Verhältnissen in der DDR. Als Meinungsmacherin für Mode und Kultur, auch 'Vogue des Ostens' genannt, war sie eine Frauenzeitschrift neuen Typs, die der neuen Sujetkombination 'Alltags-Chic für Frauen' Raum bot. Das Profil der SIBYLLE war neu und verortete die Modeschöpfung in das Umfeld von Kunst und Kultur. Beiträge aus der Kulturszene unterstrichen gewollt den Kreativprozess des Modemachens. Heft für Heft reihte sich Modeschöpfung neben Literatur, Theater, Malerei, Grafik, Architektur und Formgestaltung ein. Der ideenreiche Fotografie-Stil avancierte zum Inbegriff für die weibliche Unabhängigkeit. Die Symbiose von Mode- und Porträtfotografie prägte SIBYLLE über Jahrzehnte hinweg. Neben aktuellen Modetrends bestand der wesentliche Beitrag der SIBYLLE im Entwurf eines Frauenbildes, das die Frau unabhängig und selbstbewusst zeigte.
   In der Ausstellung 'SIBYLLE trifft Kunst und Mode' konfrontierte die Kuratorin und Designerin Kathi Halama die Modewelt der SIBYLLE mit Arbeiten des Studiengang Modedesign der Fakultät für Angewandte Kunst Schneeberg [FH Zwickau], und dem Chemnitzer Designlabel mutare mode + accessoires/texSTILform.

 

Juli - September 2011
Heiße Eisen

Die ersten Spuren eines Bügeleisens fand man im alten China während der HAN-Dynastie [202 v. Chr. - 220 n. Chr.]. Hier verwendeten die Chinesinnen ein sogenanntes Pfanneneisen, in das sie mit Sand vermischte, glühende Kohlen füllten, um damit ihre seidenen Gewänder zu glätten.
   Auch wenn das Bügeleisen seitdem unzählige Verbesserungen erfahren hat, so bleibt allen Varianten doch eines gemeinsam: Wärme hat in Verbindung mit Druck einen glättenden Effekt auf Textilien.
   Das Westsächsische Textilmuseum Crimmitschau nahm sich in seiner aktuellen Foyerausstellung diesen Themas an und führte den Besucher auf eine Reise durch die Geschichte des Bügeleisens. Dabei gab es ein handgeschmiedetes Bügeleisen aus dem 19. Jahrhundert zu bestaunen und man begegnete einem Dampfbügeleisen, das vielleicht vor zehn Jahren noch im eigenen Haushalt Verwendung fand.

 

März - Mai 2011
Es gab nicht nur den schwarzen Kanal - Streiflichter aus 39 Adlershofer Fernsehjahren

Seit 1994 beschäftigen sich ehemalige Mitarbeiter des Fernsehfunks in der Fachgruppe 'DFF-Adlershof' im Förderverein 'Sender Königs Wusterhausen e. V.' mit der Geschichte des DDR-Fernsehens. Das Fernsehen der DDR, das von 1952 bis 1991 hauptsächlich aus Berlin-Adlershof, aber auch aus dem Kulturpalast in Karl-Marx-Stadt sendete, kehrte in die Erinnerung zurück.
   Liebevoll trugen die Vereinsmitglieder Dokumente ihres Arbeitsalltags zusammen und erinnerten mit Bildtafeln und Plakaten an Werke der Fernsehdramatik, Sendereihen der Fernsehunterhaltung und publizistische Sendungen. Kostüme weckten die Erinnerung an beliebte Künstler und Moderatoren. Jugendsendungen wurden wieder lebendig und das Kinderfernsehen bezauberte mit Szenenbildmodellen des Sandmännchens.
   Das Eröffnungsprogramm gestaltete Lutz Jahoda gemeinsam mit Edgar Pfeil, dem Sprecher des 'Papagei Amadeus' und Sonja Schmidt-Hilscher, deren Hit 'Ein himmelblauer Trabant' vielen noch in Erinnerung ist. Lutz Jahoda ist vielen älteren Crimmitschauern u. a. als Moderator der Sendereihe 'Mit Lutz und Liebe' bekannt, die im Studio Kulturpalast Karl-Marx-Stadt aufgezeichnet wurde.

 

Februar - Mai 2011
Mechanische Tierwelt - Eine Fotosafari von Sebastian Köpcke und Volker Weinhold

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts entstanden die ersten industriell gefertigten mechanischen Spielzeuge. Der neuartige Lithographie-Druck erlaubte es um 1890, die zuvor von Hand lackierten Objekte zu deutlich günstigeren Preisen und in größeren Stückzahlen anzubieten. Weil zu diesem Zeitpunkt Autos, Motorräder und Flugzeuge noch auf ihre Erfinder warteten, nahm die Nachbildung von Tieren anfangs einen großen Raum ein. Dabei entstanden kleine technische Wunderwerke, die sich mit Hilfe eines Schlüssels von Kinderhand zum Leben erwecken ließen.
   Deutschland war Hochburg der Blechspielwaren-Industrie. Von hier aus wurde in alle Welt geliefert. Aber auch in anderen Ländern etablierten sich namhafte Hersteller. In den 1950er und 1960er Jahren waren die besten Zeiten vorüber. Nach dieser letzten Blütezeit begann der Niedergang. Begegnet man heute einem Blechtier unserer Tage, so stammt es zumeist aus fernöstlicher Produktion. Seine historischen Artverwandten sind längst eine bedrohte Spezies, deren Überleben allein in der Obhut liebevoller Sammler gesichert ist.

 

Januar - März 2011
Verdruckt?

Der Mal- und Zeichenzirkel des Crimmitschauer Kreativ- und Kommunikationszentrum stellte im Foyer des Textilmuseums 26 Linoldrucke aus. Die Arbeiten der 13 kleinen und großen Künstler im Alter zwischen acht und 40 Jahren zeigten unter anderem bekannte Gebäude der Stadt Crimmitschau. So waren Ansichten des Rathauses, des Theaters und des Westsächsischen Textilmuseums zu sehen. Diese Motive sind gleichfalls im aktuellen Kalender des Kreativ- und Kommunikationszentrums zu finden.

 

August 2010 - Januar 2011
Textilmuseum trifft Eishockeygeschichte. Trikots im Wandel des ETC

Am 03.05.1990 startete mit der Neugründung des ETC Crimmitschau e. V. eine mittlerweile 20 Jahre andauernde Erfolgsgeschichte, diese Erfolgsstory des westsächsischen Kultvereins haben wir Revue passieren lassen.
   Wer erinnert sich nicht an die ersten Erfolge: Die Bayernmeisterschaft, den Gewinn des Alpencups und den Aufstieg in die zweite Bundesliga. Aber auch spezielle Fan-Aktionen wie der Eintrag ins Guinessbuch der Rekorde und der erste Sonderzug waren Themen. Erfolge und Niederlagen wechselten sich ab und auch bittere Stunden des Vereins wurden beleuchtet.
   Wir blickten auch auf 90 Jahre Eishockey in Crimmitschau zurück. Die Ausstellung war nicht nur für alle Fans und Freunde des Eishockey sondern ebenso für alle an Crimmitschauer Geschichte Interessierte gedacht.

 

August 2010 - Januar 2011
Spengler & Fürst GmbH & Co. KG

Die Tradition des Unternehmens reicht mit der Buckskinfabrik Carl Spengler bis in das Jahr 1837 zurück. Fortlaufende Investitionen in neue und effiziente Techniken der Tuchproduktion zahlten sich ebenso aus wie die Orientierung der Qualitäten, Farben und Muster am jeweiligen Zeitgeist und Modetrend. Davon zeugen u. a. die Urkunden, die das Unternehmen für seine ausgezeichneten Produkte zu den Weltausstellungen 1851 in London, 1855 in Paris und 1893 in Chicago erhielt.
   Heute wird die Tuchfabrik Spengler & Fürst GmbH & Co. KG in der vierten Generation durch die Familie Bräuninger erfolgreich geführt. Mittels neuester Techniken stellt das Unternehmen hochwertige Kammgarngewebe aus reiner Wolle, Wollmischungen und Gewebe für technische Anwendungen für den internationalen Markt her und ist Bestandteil der modernen sächsischen Industrielandschaft. Es gibt zwei firmeneigene Geschäfte in Crimmitschau und Dresden, die Maßkonfektion für Damen und Herren mit Spengler & Fürst-Tuchen anbieten.

 

Mai - Juli 2010
textil_Gelände in Crimmitschau

Als erste Ausstellung im neu gestalteten Eingangsbereich zum Textilmuseum präsentierte die Einrichtung die Künstlerische_Abschlussarbeit_textil von Elke Vogler. Die Bilder sind als künstlerische Abschlussarbeit am Institut für Kunstpädagogik der Universität Leipzig unter Betreuung von Verena Landau entstanden. Ein Fotospaziergang durch Crimmitschau inspirierte die Künstlerin die Pläne und Erinnerungen an die einst hoch industrialisierten Flächen aus dem Verborgenen der Archive ans Licht zu holen. Die entstandenen Malereien zeugen von den städtebaulichen Veränderungen, den Umnutzungen, der Weiternutzung und dem Abriss. Zu der Auswahl gehören die ehemaligen Produktionsstätten: Herrmann Gubelt AG, die Fabrik von Ernst Ferdinand Göldner, die Fabrik der Gebrüder Pfau, die Friedrich Trommer GmbH und die Fabrik von E. A. Zöffel.
   Als Brücke zwischen Vergangenem und Gegenwärtigem, Fotografie und Malerei eröffnen die Bilder einen eigenen, individuellen Zugang zur Geschichte des Ortes und der Stadt Crimmitschau und zum Textilmuseum mit seinen Artefakten, den Produktionsstätten in ihrer Ursprünglichkeit. Das Westsächsische Textilmuseum wird erweitert als Fenster nach draußen, als Kontakt zur Stadt und Region.

 

Februar - Mai 2010
Architektur unter Spannung. Tragwerkskonstruktionen als Schnittmodelle

In der Ausstellung wurden Modelle historischer und zeitgenössischer Tragwerke präsentiert. Entstanden sind sie am Lehrstuhl für Hochbaukonstruktion und Entwerfen der TU Dresden/Fakultät Architektur im Wintersemester 2007/08 als Semesterarbeiten.
Die Aufgabe der Studenten des 2. Studienjahres bestand darin, zu vorgegebenen Bauwerken - u. a. der Stephansdom in Wien, der Japanische Pavillon auf der Expo 2000 in Hannover und der Durchgangsbahnhof Gare do Oriente in Lissabon - Material in Form von Grundrissen, Schnitten und Details zu recherchieren und zu sichten. Des Weiteren galt es, diese Informationen auszuwerten, für den geforderten Maßstab 1:50 modellbaugerecht zu abstrahieren und mit den vorgegebenen Modellbaumaterialen Finnpappe und Holz zu arbeiten. Somit konnten die Konstruktionen in ihrem strukturellen und konstruktiven Aufbau - reduziert auf das Wesentliche des Tragwerks - verglichen werden.

 

Oktober 2009 - Januar 2010
Keine Konkurrenz in dem Sinne ... Werbung in der DDR

Werbung in der DDR - Werbung in einer Planwirtschaft, macht das überhaupt Sinn?
Werbung wurde gemacht, weil man sich präsentieren wollte und weniger, um gegen Konkurrenten auf einem Markt anzutreten. Die DDR war eher von einem Mangel an Konsumgütern als durch deren Überfluss geprägt. Die Verstaatlichung privater Betriebe schon ab den 1940er Jahren und deren endgültiges Ende 1972 bewirkten unter anderem, dass immer weniger Auswahl zwischen verschiedenen Produkten bestand. Die Zentralisierung der Wirtschaft durch Kombinatsbildung verstärkte diese Tendenz, so dass Werbung ökonomisch zunehmend sinnlos wurde. Versorgung oder Konsum - diese Frage war, trotz Werbung, entschieden, auch wenn einige Produkte den Ruf und den Bekanntheitsgrad von 'Markenprodukten' errangen. Werbung war im Grunde genommen überflüssig - aber dennoch bestand sie. Nicht nur als Relikt aus früheren Zeiten, wie einige Werbegestaltungen der 50er Jahre nahe legen, sondern durchaus eigenständig und über einen langen Zeitraum auch attraktiv für das Auge.

 

September - November 2009
Von Grönland bis Neuseeland - Die Speisekartensammlung des Crimmitschauers Lothar Heimann

Die Sammlung des Crimmitschauers Lothar Heimann umfasst ca. 25 000 Exemplare und ist damit die größte ihrer Art in Ostdeutschland. Dazu gehören nicht nur 'klassische' Speisekarten, sondern auch kuriose Stücke, wie zum Beispiel eine Menükarte zur Eröffnung des Luxus-Hotels Riz in Paris im Jahr 1910, ein Fußball mit aufgedruckter Speisekarte von der WM 1994 in den USA oder von einem bayerischen Staatsbankett aus dem Jahr 1896. Die kleinste Speisekarte der Sammlung ist 4 x 4 cm und stammt aus dem Plaza-Hotel Hamburg. Die größte Karte ist 1,78 m groß und war ursprünglich in einem Kopenhagener Sandwichlokal zu finden. Der Fundus von Lothar Heimann reicht von Neuseeland bis Grönland, von Mitropa bis Rovos Rail, von der Kantine bis zum 7-Sterne-Hotel.

 

April - Juli 2009
Menschen des 21. Jahrhunderts - Fotoausstellung im Zwirnsaal

Seit 2007 entwickeln die Dresdner Künstler Thomas Bachler und Karen Weinert eine Serie schwarzweißer Aufnahmen, die sich mit gegenwärtigen und zukünftigen Arbeitsformen auseinandersetzt. Die Ausstellung zeigte die ersten 25 Motive dieser noch nicht abgeschlossenen Reihe. Thematisch wie ästhetisch an August Sanders 'Menschen des 20. Jahrhunderts' geschult, entstand eine flexible soziale Typologie immer neuer Berufsbilder und epidemisch zunehmender, meist kurzfristiger Beschäftigungsverhältnisse. Gerade im Kontext des Textilmuseums als Monument der untergegangenen alten Industrien entfalteten die Bilder ihr kritisches Potential auf ganz besondere - und durchaus ironische - Weise: Kunst in Zeiten der Agenda 2010.

 

Mai - Juni 2009
Fantasien in Farben und Formen - fünf Jahre Kreativzentrum Crimmitschau

Seit fünf Jahren ist der Verein MUZ Kreation Crimmitschau e. V. in Crimmitschau ansässig. Im Foyer des Textilmuseums wurde ein Querschnitt der Arbeiten des Vereins präsentiert.
Die Vereinsmitglieder haben sich an verschiedenen Techniken ausprobiert. Sie haben gezeichnet und gemalt, genäht und geklöppelt, mit Kupfer-Prägetechnik experimentiert und mit Pettigrohr geflochten. Die Besucher erwartete ein buntes Potpourri aus verschiedensten Materialien, Farben und Formen.

 

April 2009
Gestickt und gehäkelt - textile Kunstwerke

Bei dem Wandschmuck und den Puppenkleidern handelte es sich um große und kleine textile Kunstwerke von Frau Lore Oehler. Die Rentnerin aus Werdau geht ihrem Hobby seit langem mit großer Leidenschaft nach. Ihr Können hat sie schon in so mancher Ausstellung unter Beweis gestellt.
Im Textilmuseum Crimmitschau präsentierte sie den von ihren entworfenen, farbenfrohen und futuristisch anmutenden Wandschmuck und die selbst angefertigten Kleidungstücke für Barbie-Puppen. Im März 2009 feierte Barbie ihren 50. Geburtstag und war schön wie nie zuvor im Textilmuseum zu bewundern. Sie trat unter anderem als Miss Crimmitschau, Miss Sachsen, Miss Deutschland und Miss Europa auf.

 

Oktober 2008 - Januar 2009
Abgewickelt – Zeitzeugen über Leben und Arbeiten in der DDR

Die Sonderausstellung 'Abgewickelt' erinnerte an das Leben und Arbeiten der Textilarbeiter in der DDR. Im Jahr 2002 begann das Westsächsische Textilmuseum Crimmitschau ein Interviewprojekt mit über 30 ehemaligen Textilarbeitern aus Westsachsen. Zehn Personen wurden ausgewählt, die zusammen mit ihren ehemaligen Betrieben näher vorgestellt werden. Fünf Regionen, die exemplarisch für die westsächsische Textilindustrie stehen, wurden untersucht. Das Projekt umfasste den Zeitraum von 1945 bis 1990. Die Ausstellung umfasst Themen wie die Möglichkeiten zur beruflichen Qualifikation, den Ehekredit, die Kinderbetreuung oder die Frage nach dem wirtschaftlichen Scheitern der DDR. Ergänzend wurden ausgewählte Exponate und typische Produkte aus den fünf Regionen gezeigt, es gab Audiostationen, an denen die einzelnen Interviews zu gehört werden konnten und eine Filmecke, in der Ausschnitte aus alten DEFA-Filmen gezeigt wurden.

 

April - Mai 2008
Strahlende Landschaften. Landschaftsfotografien von Karlheinz Rothenberger

Knipsen, anschauen, löschen – Karlheinz Rothenberger hat damit nichts im Sinn. Er setzt ausschließlich auf seine Leica und den s/w-Kleinbildfilm. Was seine Fotografie ausmacht, ist sein fotografischer Blick, seine innere Einstellung zur Fotografie. Karlheinz Rothenberger, Chefarzt am Klinikum Landshut, nimmt uns mit in nicht alltägliche Umgebungen.
Zum einen nach Ronneburg: Seine Bilder zeigen die Metamorphose der Mondlandschaft im ehemaligen Wismutgebiet vom kontaminierten Bergbauterrain zur menschenfreundlichen Bergbaufolgelandschaft.
Zum anderen nach Geisenhausen bei Landshut: Die Bildfolge Gittermasten entstand im Rahmen umweltschonender Korrosionsschutzmaßnahmen an Hochspannungsmasten. Die Gitterstrukturen verwandelten sich dazu in riesige Kunstobjekte. Monolithen gleich stehen sie dann in der Landschaft, als seien sie eigens für die künstlerischen Fotografien installiert worden.

 

Oktober 2007 - Januar 2008
Europäische Wollstädte

Ansichten aus Crimmitschau | Biela | Elbeuf | Eupen | Fourmies | Glauchau | Lodz | Luviers | Meerane | Oberleutensdorf (Horni Litvinov) | Roubaix | Schio | Sedan | Silberstraße | Tourcoing | Valdagno | Verviers | Werdau | Wolkenburg

Von den innovativen Entwicklungen der Crimmmitschauer Textilunternehmer im 18. und 19. Jahrhundert wurde auch die europäische Wollindustrie beeinflusst. Heute gibt es hier die größte mit vollständiger Ausstattung als Museum erhaltene Volltuchfabrik in Mitteleuropa. Das Westsächsische Textilmuseum Crimmitschau steht stellvertretend für die jahrhundertelange textile Geschichte einer Region. Dies führte dazu, dass Crimmitschau als erster Standort Deutschlands ausgewählt wurde, die Wanderausstellung "Europäische Wollstädte" zu präsentieren.
Die an den Universitäten Lille (Frankreich) und Padua (Italien) konzipierte Ausstellung wandert durch Europa und wird an jedem Ausstellungsstandort um Aufnahmen regionaler Industriebetriebe erweitert. Nehmen Sie Einblick in die Arbeits- und Lebenswelt, Architektur und industrielle Entwicklung herausragender Wollstädte in Frankreich, Italien, den Niederlanden, Belgien und Großbritannien.
Entdecken Sie Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Vergleich mit der Tuchstadt Crimmitschau und anderen ausgewählten Textilstädten Westsachsens.

 

Februar - April 2007
anziehend - die klassische Maßschneiderei - neu gesehen

Das traditionelle Handwerk der Maßschneiderei steht mit seiner Passgenauigkeit für Individualität und Qualität ...
Lassen Sie sich entführen in die anziehende Welt der Damen- und Herrenmaßschneiderei.
Das Westsächsische Textilmuseum Crimmitschau präsentiert Ihnen herausragende Kreationen vom Abend- bis zum Brautkleid, Kostüme nach historischem
Vorbild und Uniformen des Dresdner Fürstenzuges, Maßkonfektion aus hochwertigen Stoffen sowie ausgesuchte Fertigungstechniken.

 

September 2006 - Januar 2007
Eine Textilfabrik im Wandel

Junge Menschen für das Kulturerbe und den Denkmalschutz begeistern - dieses Ziel verfolgt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit ihrer Aktion 'denkmal aktiv - Kulturerbe macht Schule', die in Kooperation mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt durchgeführt wird und unter der Schirmherrschaft der Deutschen UNESCO-Kommission steht. In jedem Jahr widmet sich die Aktion einem besonderen Thema. Der Leistungskurs Geschichte 11 des Julius-Motteler-Gymnasiums Crimmitschau beteiligte sich im Schuljahr 2005/06 an der Aktion mit dem Thema 'Umnutzung von denkmalgeschützten Industriebauten zu Industriegeschichts- und Technikmuseen'. Die Schüler sollten am Beispiel des sich im Aufbau befindlichen Westsächsischen Textilmuseums in Crimmitschau dessen Authentizität bzw. Funktionswandel erkunden. Dabei sollen sie sich einerseits mit der regionalen Geschichte identifizieren, andererseits aber mit ihrer Arbeit auch das Museum stärker in das Licht der Öffentlichkeit rücken.

 

Februar - Juni 2006
Patchwork und Quilts

Quilts sind bekannt als Teil amerikanischer Volkskunst. Die bunt gemusterten und gesteppten Decken werden in aufwendiger Handarbeit hergestellt. Dabei kommt die Patchwork-Technik zum Einsatz. Jedes Stück ist ein Unikat. In unserer Ausstellung wurden über hundert Quilts gezeigt, die von Kunsthandwerkerinnen aus der Region Zwickau angefertigt wurden. Sie zeigten traditionelle Muster ebenso wie die Umsetzung moderner Entwürfe. Handwerkliches Können und Kreativität waren in sehr schöner Weise in ihnen vereint. Die Quilts wurden oft zur Erinnerung an geliebte Personen oder als Geschenke zu Hochzeiten und Geburten hergestellt, sie gingen aber auch auf Naturimpressionen und freie künstlerische Ideen zurück. Sie strahlten Lebensfreude aus und erzählten eine Vielzahl von Geschichten.

Bilder: 1 | 2 | 3 | 4 | 5

 

November 2005 - Januar 2006
Posamenten - Handwerk und Mode

Zur Weihnachtszeit präsentierte das Textilmuseum eine jahrhundertealte Tradition aus dem Erzgebirge, die Posamentenherstellung. Zu den kunstvollen und oft sehr farbenprächtigen Posamenten gehören Kordeln und Bänder, Zierquasten und Troddeln, Tressen und Borten. Vorgestellt wurde die Geschichte der Posamenten, wir zeigten mit Posamenten besetzte Kleidung und gaben einen Überblick über die im Erzgebirge ansässigen Firmen, die Posamenten produzieren. Natürlich kam auch der Weihnachtsschmuck nicht zu kurz. Unser mit Posamenten geschmückter Weihnachtsbaum brachte vielleicht einige Besucher auf neue Gestaltungsideen. Zusammengestellt wurde die Ausstellung von der Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH und dem Förderverein des Schlosses Schlettau.

Bilder: 1 | 2 | 3

 

Juli – September 2005
Batikkunst. Bilder und Kleider von Irene Semelka

Die Textilkünstlerin aus Lichtenwalde bei Chemnitz beschäftigt sich seit langer Zeit mit der alten indonesischen Technik des Batikens. Viele ihrer beeindruckenden Bilder beruhen auf Naturbeobachtungen und greifen existentielle Lebensfragen auf. Sie verarbeitet die Batikstoffe aber auch zu außergewöhnlichen Kleidern. Eine Auswahl davon war in der Ausstellung zu sehen.

Bilder: 1 | 2 | 3

 

April 2005
Klöppelspitzen heute

Die Mitglieder des Klöppelzirkels Schönfels widmen sich seit Jahren dem alten erzgebirgischen Handwerk des Klöppelns. Sie nehmen mit ihren Erzeugnissen national und international an Ausstellungen teil. Zum 20-jährigen Jubiläum des Klöppelzirkels Schönfels zeigten wir eine Sonderausstellung mit ausgewählten Werken der Klöpplerinnen. Beim Schauklöppeln konnten sich die Besucher umfassend über die Technik des Klöppelns und das notwendige Zubehör informieren.

 

November 2004 – März 2005
Grüße aus Crimmitschau. Die Textilstadt in historischen Ansichtskarten

Auf Tausenden von Ansichtskarten ist das Bild der Stadt Crimmitschau immer wieder festgehalten worden. Die Karten zeigen Straßen und Plätze, Villen und Fabriken, Schulen und Kirchen, Denkmale und Parks. Man findet vergessene Gebäude und verlorene Sichtachsen wieder und erhält möglicherweise auch Anregungen für die heutige Stadtgestaltung. 100 Jahre Crimmitschauer Geschichte wurden durch die Ausstellung dieser Ansichtskarten lebendig, die uns von der Städtischen Historischen Sammlung zur Verfügung gestellt wurden.

Bilder: 1 | 2

 

Oktober – Dezember 2004
SeidenStraßen. Bilder von Sabine Ziergiebel

Straßenansichten und Architekturmotive prägen die Seidenbilder von Sabine Ziergiebel. Charakteristisch für die ausgewählten Arbeiten der Textilgestalterin und Malerin aus Crimmitschau sind ihre expressionistischen Form- und Farbkompositionen. Sie lassen eine eigene Bildsprache erkennen. Außergewöhnliche Kunstwerke in leuchtenden Farben sind dabei entstanden.

 

März – Juni 2004
Die Frau in Weiß. Die Geschichte des Brautkleids von 1800 bis heute

Das Brautkleid – ein Traum in Weiß? Das war nicht immer so. Erst langsam entwickelten sich 'typische' Brautkleider und noch um 1900 heirateten viele Bräute in Schwarz. Von den Anfängen des bürgerlichen Brautkleids um 1800 bis zum Designerkleid des Jahres 2000 erzählten wir die Geschichte rund um die Hochzeit. Erstellt wurde die Ausstellung vom „Rheinischen Industriemuseum, Schauplatz Ratingen“. Die zusätzliche Präsentation von historischer Brautmode aus Sachsen wurde durch viele Schenkungen und Leihgaben aus der Region möglich.

Bilder: 1 | 2

 

November 2003 – Februar 2004
Textilarbeiter um 1900. Arbeit, Alltag, Streik.
Eine Ausstellung anlässlich des 100. Jahrestags des Textilarbeiterstreiks in Crimmitschau

Der Crimmitschauer Textilarbeiterstreik lenkte 1903/04 die Aufmerksamkeit der ganzen Welt auf die kleine sächsische Stadt an der Pleiße. Hier begann am 22. August 1903 einer der längsten und größten Arbeitskämpfe des deutschen Kaiserreichs. 8000 Textilarbeiterinnen und Textilarbeiter streikten über einen Zeitraum von 22 Wochen um „eine Stunde fürs Leben“ und damit für die Einführung des Zehnstundentages. Als die Textilarbeiter am 19. Januar 1904 ihre Arbeit wieder aufnahmen, hatten sie ihr Ziel nicht erreicht. Der Crimmitschauer Textilarbeiterstreik wurde dennoch zu einem Mythos. Die Ausstellung stellte den Streik in den Kontext des facettenreichen Arbeiterlebens in Sachsen um 1900. Es war einerseits von schwerer Arbeit und alltäglicher Mühsal geprägt. Andererseits wurden in einer lebendigen Arbeiterkultur Erleichterungen der Lebensgestaltung und persönliche Entwicklungsmöglichkeiten geschaffen.

Bilder: 1 | 2 | 3

 

November 2002 – Februar 2003
abc des Ostens. 26 Objektgeschichten

In der Ausstellung stand für jeden Buchstaben des Alphabets ein Objekt aus dem Alltag der DDR: von A wie Alfi-Aluminium bis Z wie Zekiwa-Kinderwagen. Ausgehend von diesen Alltagsgegenständen wurde anhand von 500 Exponaten ein breiter Überblick über die Produktkultur und die Wirtschafts- und Kulturgeschichte der DDR gezeigt. Seien es textile Produkte wie Malimo oder Wolpryla, die Erika-Schreibmaschine, das Stern-Radio, das Spielzeug von Piko und das Diamant-Fahrrad. Die Ausstellung wurde zusammengestellt vom „Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR“ in Eisenhüttenstadt und wurde 2002 erstmals in Sachsen gezeigt.

Bilder: 1

 

Oktober – November 2002
Verwaschene Spuren
Exzellente Tagungs- und (Nachtungs-)Hotels inszenieren ein Kunstprojekt

Ein Hotelzimmer wäre kein Hotelzimmer, stünde da nicht unübersehbar das Bett. Grand lit, Einzel- oder Doppelbett – letztendlich liegt der Gast auf dem Betttuch oder Laken. Er nimmt dabei das Tagesgeschehen mit ins Bett. Die physischen und psychischen Absonderungen wie Schweiß, Tränen, Leid und Leidenschaft machen das Bett zur Leinwand des Lebens. Das war das Thema des Kunstprojekts, mit dem die Künstler Peter Blum, Veronika P. Dutt, Joanna Skurska und Leszek Skurski versuchten, Spuren und Phantasien zu transportieren. Das Betttuch wurde zur Leinwand und derer 21 ergaben eine Kunstausstellung, die einmalig war.

 

September – November 2002
Natur & Wolle. Web- und Filzarbeiten von Ullrich Schmidt

Der Geraer Textilkünstler Ullrich Schmidt experimentiert mit Wolle, Holz und Steinen. Aus naturbelassener Schafwolle entstehen Web- und Filzarbeiten, die natürliche Materialien wie Holz und Steine verbinden, verfremden und umgestalten.

 

Februar – April 2002
Villen erzählen Textilgeschichte. Fabrikantenvillen in Crimmitschau

Die Villen der Textilunternehmer in Crimmitschau stellen ein besonderes Zeugnis der Textilgeschichte der Stadt dar. Es gibt ähnliche Villen in vielen früheren Textilstädten der Region, doch weist vor allem das denkmalgeschützte Villenviertel um die Crimmitschauer Lindenstraße eine für Westsachsen ungewöhnliche Größe und Geschlossenheit auf. Mit unserer Ausstellung wollten wir deshalb einerseits auf diese Villen als wichtiges kulturelles Erbe hinweisen, andererseits aber auch die Verbindung zur Geschichte der Textilindustrie herstellen.

Bilder: 1 | 2 | 3

 

Mai – Juli 2001
Allerliebste kleine Nähmaschine. Alles ums textile Spielen

Eine Vielzahl textiler Spiele und Spielzeuge fand in den letzten 150 Jahren Eingang in die Familien. Dazu gehörten Kindernähmaschinen und Puppenkleider genauso wie Kinderwaschmaschinen und Nähspiele. Sie boten vor allem kleinen Puppenmüttern Spaß am Spiel. Durch sie sollten sie sich aber auch auf zukünftige Aufgaben im Haushalt vorbereiten. Die große Nachfrage führte zu einer massenhaften Produktion dieser Spielzeuge im industriellen Stil, die in Deutschland erst während der letzten Jahrzehnte zurückging. Unsere Ausstellung bot einen Streifzug durch diese Geschichte des textilen Spielens. Und selbstverständlich konnten Kinder das textile Spielen auch ausprobieren.

Bilder: 1 | 2 | 3

 

November 2000 – Februar 2001
Stoffstücke – Textilgeschichte[n] aus Crimmitschau

Tuche, Plüsch und Pelze – dies sind nur einige der Textilien, die in Crimmitschau hergestellt wurden. Stoffe, Kleidung und Musterbücher aus über 250 Jahren zeigten wir in unserer Ausstellung „Stoffstücke“. Vieles davon wurde uns von Crimmitschauer Bürgern geschenkt oder geliehen. Diese Textilien vermittelten einen Eindruck von der Vielfalt und Bedeutung der früheren Crimmitschauer Textilindustrie. Doch wir blickten nicht nur in die Vergangenheit: Auch die Produkte der heute noch oder wieder existierenden Crimmitschauer Textilbetriebe wurden gezeigt.

 

Mai – Juli 2000
Fabrikanten, Meister & Maschinen.
Die Pfau’sche Tuchfabrik in einem Photoalbum der 30er Jahre

Den Kern des Textilmuseums Crimmitschau bildet eine fast vollständig erhaltene Tuchfabrik, die von 1885 bis 1972 im Besitz der Familie Pfau war. Mitte der 1930er Jahre fotografierte der Angestellte und Amateurfotograf Max Vogel die Fabrik. Seine Fotos zeigen nicht nur Maschinensäle und Gebäude sondern auch die Angestellten, Meister und Fabrikbesitzer. Heute ist das damals angelegte Fotoalbum ein eindrucksvolles Dokument. In der Ausstellung präsentierten wir die Fotografien Max Vogels erstmals der Öffentlichkeit.