Mode & Mobile | 20. Mai bis 30. Juli 2017

Depotgeschichten

Atelierschild; Fotografin: Hannelore Zschocke, Industriemuseum Chemnitz

Wer wirft nicht gern einen Blick hinter die Kulissen, ins Depot eines Museums?

Industriell hergestellte, im Atelier oder von Hobbyschneiderinnen genähte Alltags- und Freizeitkleidung, Modeplakate und Zeitschriften sowie Fahrzeuge der 1960er bis 1980er Jahre gestatten einen Blick in die DDR-Zeit und die Sammlung des Industriemuseums.

  • Modell aus dem Salon König, 1990er Jahre; Fotografin: Hannelore Zschocke, Industriemuseum Chemnitz
  • Modell aus dem Salon König, 1980er Jahre; Fotografin: Gisela Strobel, Industriemuseum Chemnitz
  • 'Mini-Mode', selbst genäht, um 1970; Fotografin: Hannelore Zschocke, Industriemuseum Chemnitz
  • Modell aus dem Salon König, 1980er Jahre; Fotografin: Gisela Strobel, Industriemuseum Chemnitz
  • Modell aus dem Salon König, 1980er Jahre; Fotografin: Gisela Strobel, Industriemuseum Chemnitz
  • Modell aus dem Salon König, 1980er Jahre; Fotografin: Gisela Strobel, Industriemuseum Chemnitz

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die 'Sammlung König'. Ursula Hauptmann-König [1923-2013], Schneidermeisterin aus Freital, kreierte in einem ganz eigenen Stil für ihre Kundinnen, Freundinnen und sich selbst Garderobe. Kreativität, beeindruckend hohes handwerkliches Können und Eleganz, gepaart mit einer gehörigen Portion Phantasie und Eigensinn, zeichneten sie aus. Ein Markenzeichen waren ihre kunstvoll genähten oder gestickten Applikationen. Auch ihr Fernweh und ihre Liebe zur Kunstgeschichte lassen sich in ihrer Kleidung erkennen. Wer außer ihr käme wohl auf die Idee, sich einen Mantel mit der applizierten Freiheitsstatue zu nähen, wenn sich Gäste aus den USA angemeldet haben?
Das Industriemuseum Chemnitz wählte für diese Ausstellung nahezu ausschließlich Objekte aus dem eigenen Bestand und gewährt damit einen Einblick in noch nie der Öffentlichkeit gezeigte Depotbestände.