Industrie im Spiegel der Malerei | 12.04. - 03.06.2003

"Ich komme nicht zu den Dingen - die Dinge kommen zu mir. Alles, was ich anfasse, wird eine Sammlung."

Die verschiedensten Sammlungen Giorgio Silzers mit ihren mehreren Tausend unterschiedlichen Kunstwerken gehören heute mit ihrer außerordentlichen Zahl erstklassiger Exponate führender europäischer Künstler und Gestalter zu den bedeutendsten privaten Kunstsammlungen in Deutschland.

Geprägt durch die Musikwelt von Gustav Mahler, Maurice Ravel, und Richard Strauss oder Arnold Schönberg fühlt sich Giorgio Silzer besonders dem Lebensgefühl des Jugendstils wie auch dem der zwanziger und dreißiger Jahre des 20. Jahrhunderts verbunden. Diese Zeit, die prägend für sein Leben war hat nicht nur in der Musik, sondern gerade im Bereich der bildenden und der angewandten Kunst einen außerordentlich konzentrierten und zugleich facettenreichen Ausdruck gefunden.

Durch seine eigene künstlerische Tätigkeit als Violinvirtuose, als Konzertmeister der Deutschen Oper in Berlin und als Leiter des Brandenburgischen Kammerorchesters Berlin, gelangen ihm während der zahlreichen Konzertreisen in aller Welt viele interessante Entdeckungen.

Das sammlerische Interesses von Giorgio Silzer galt zu jeder Zeit auch der frühen bildnerischen Darstellung von Fabriken und Industrieanlagen, wohl wissend, dass es sich dabei um ein schwieriges und seltenes Sammelgebiet handelt. Denn: "Ich komme nicht zu den Dingen - die Dinge kommen zu mir. Alles, was ich anfasse, wird eine Sammlung", sagte Giorgio Silzer mit einem Schmunzeln. Wie wunderbar, dass es so ist.