Geschmackssachen - Ernährung im Konsumzeitalter |
17.09.2005 bis 17.04.2006

Eine Ausstellung des Rheinischen Industriemuseums in Kooperation mit dem Sächsischen Industriemuseum Chemnitz

Die Ausstellung servierte auf mehr als 600 m² ein 'Menü in drei Gängen'. Der Hauptgang erzählte von Ernährung und Essengewohnheiten seit der Nachkriegszeit in Ost und West. Spannend angerichtet war die Geschichte der Erzeugung und Weiterverarbeitung von Getreide, Milch und Fleisch. Die Besucherinnen und Besucher erhielten Kostproben von Karrieren berühmter Produkte und wurden sensibilisiert für die Lebensmittelproduktion in Sachsen. Sie erfuhren, wie aus Tante Emmas Laden Marken und mächtige Ketten wurden, wie sich aus den kleinen Lebensmittelläden HO, Konsum und Kaufhalle entwickelten.

Der Mangelwirtschaft der Nachkriegsjahre folgte im Westen das Wirtschaftswunder und mit ihm die Fresswelle - mit ungeahnten Folgen auch für die Figur. Die Models dagegen wurden immer schlanker - auch im Osten. Heute beklagen Mediziner, Eltern und Politiker den großen Anteil zu dicker Kinder in ganz Deutschland. Im regionalen Vergleich fällt der hohe Verzehr von Schweinefleisch, Wurstwaren, Bier und Spirituosen in Ostdeutschland auf. Das Menü ist also nicht nur mit Schönheiten aus der Medienwelt gewürzt. Auf den Tisch gehören auch die delikaten Skandale der jüngsten Zeit. Mit Hinweisen auf globale Einflüsse blickt die Ausstellung weit über den Tellerrand.

[Ausstellungsgestaltung: MUSEUMSREIF, Bielefeld]

 

Das Menü im Einzelnen

Vorspeise
Hauptgang
Nachtisch

 

 

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