BABY an Bord - mobile Kindheit | 21. Nov. 2007 bis 31. März 2008

Bewegung kommt in die Gesellschaft

Nicht nur im Westen, auch im Osten wurden ab Mitte der 1970er Jahre immer weniger Kinder geboren. In der DDR traten neben die staatliche Kinderbetreuung weitere soziale Maßnahmen, um die Familiengründung zu erleichtern, die Geburtenzahl zu steigern und die Vollerwerbstätigkeit der Frauen zu sichern.

In der Bundesrepublik setzte Ende der 1960er Jahre ein tief greifender Wertewandel ein, tradierte Normen werden mehr und mehr in Frage gestellt. Die antiautoritäre Erziehung stößt auf Sympathisanten, aber auch auf erbitterte Gegner. Neue Erziehungsratschläge spiegeln sich auch im Angebot der Kinderwagen wider. Der Panorama-Kinderwagen mit Fenstern vorn und an der Seite erweiterte im wahrsten Sinne den Baby-Horizont.

Neben dem Kinderwagen entwickelte sich das Auto zum Haupttransportmittel für die Kinder. Es entstanden Sportwagenmodelle mit abnehmbarem Sitz, der als Babystuhl oder Autositz verwendet werden konnte. Vor allem der vom englischen Flugzeugkonstrukteur Owen Maclaren entwickelte und heute als Buggy bekannte zusammenfaltbare Sportwagen eroberte den Markt. Er ist praktisch handhabbar, leicht, auf kleinstem Raum zu verstauen, günstig, auf längere Zeit nutzbar.