Pressemitteilungen des Industriemuseums Chemnitz

Pressemitteilung vom 30.01.2019

Sonderausstellungen zwischen Fotografie und Design

Historische Industriefotografien und ausgewählte Designentwürfe bestimmen das Profil der Sonderausstellungen 2019 im Industriemuseum Chemnitz

Mit der Sonderausstellung zum Sächsischen Staatspreis für Design 2018 eröffnet das Industriemuseum Chemnitz am 15. Februar das Ausstellungsprogramm für das Jahr 2019. Die Ausstellung des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr zeigt 27 der im Jahr 2018 nominierten und preisgekrönten Designentwürfe aus den Bereichen Produkt, Kommunikation, Handwerk und Sound. Die Produktvielfalt erstreckt sich vom flexiblen, anpassbaren Out-Door-Pavillon über ein selbstleuchtendes Warndreieck bis zu therapeutischem Mobiliar, welches passgenau für Patienten gefertigt wird. Die Ausstellung ist bis 14. März zu sehen.

In der Ausstellung 'Untergegangene Arbeitswelten' lassen vom 10. Mai bis 4. August über 100 Fotografien von Wolfgang G. Schröter längst vergangene Arbeitswelten wieder lebendig werden. Die Auswahl der Aufnahmen reicht von den 1950er bis in die 1970er Jahre - vom Heckert-Werk in Karl-Marx-Stadt bis zur Porzellan-Manufaktur Meissen. Schröter, Meister der Reportage- und Industriefotografie, interessierte sich für die technischen Details und wusste diese oft spektakulär in Szene zu setzen. Bei Agfa Wolfen kam Wolfgang G. Schröter [1928–2012] erstmals mit der Fotografie in Kontakt.

Nach einem Studium der Farbfotografie und der Arbeit als Bildreporter war Schröter als Dozent für Farbfotografie und Professor für Medienkunst an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst tätig. In den 1970er Jahren machte er sich zudem mit seinen Experimentalfotografien einen internationalen Namen. Die Ausstellung entsteht mit Unterstützung der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen und in Kooperation mit der Deutschen Fotothek Dresden. Ausgewählte Objekte der Fotomotive, ob Bergwerkshunt oder Fernsehgerät,  sowie Ausrüstung des Fotografen ergänzen die Ausstellung.

Einhundert Jahre nach der Gründung des Bauhauses in Weimar widmen sich Villa Arte e. V. und Industriemuseum Chemnitz mit der Ausstellung 'Ich bin ganz von Glas' den funktionalen und gestalterischen Möglichkeiten des Werkstoffs Glas. Wie kein anderes Material hat Glas die visionären Anfänge des Bauhauses geprägt und ist bis heute ein unverzichtbares Material, das in vielen Produkten des Alltags Verwendung findet, wie in Fenstern, Bildschirmen, Brillengläsern, Mikroskopen, Kameras und vielem mehr. Die Ausstellung zeigt vom 29. September  bis 1. Dezember 60 Arbeiten, die im Rahmen des 7. Internationalen Marianne Brandt Wettbewerbes von einer international besetzten Jury ausgewählt werden. Diese Arbeiten sollen in Korrespondenz zu den Werken der Chemnitzer Gestalterin und Bauhaus-Künstlerin Marianne Brandt treten. Facetten ihres Schaffens werden in einem historischen Kabinett beleuchtet. Die Chemnitzer Bürgerinnen und Bürger werden eingeladen, mit 100 Glasschätzen ihre persönlichen Geschichten zu erzählen und im Industriemuseum Chemnitz auszustellen.

Neben dem Ausstellungsprogramm sind verschiedene Veranstaltungen geplant. Dazu gehört die Vortragsreihe 'Schmelztiegel Chemnitz', die an die Stelle der früheren Sonntagsmatinee tritt. Sachsen erlebte immer wieder Zuwanderungen, nicht zuletzt im Industriezeitalter. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe, die am Donnerstag, den 28. Februar, 18 Uhr, mit einem Vortrag von Prof. Dr. Birgit Glorius, TU Chemnitz, startet, werden historische Hintergründe und Sachargumente zur aktuellen Migrationsdebatte vorgestellt. Vom 4. bis 6. April ist das Industriemuseum Chemnitz erneut Gastgeber des Landeswettbewerbes Jugend forscht Sachsen und am 11. Mai wird sich das Museum mit einem Programm an der Chemnitzer Museumsnacht beteiligen. Die öffentlichen Vorführungen der Dampfmaschine werden auch 2019 wieder von eins energie in Sachsen unterstützt.

 

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Claudia Wasner

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