Pressemitteilungen des Industriemuseums Chemnitz

Pressemitteilung vom 15.02.2018

Schatten-Gesten am Chemnitzer Hauptbahnhof sind Botschafter der aktuellen Sonderausstellung „Gesten – gestern, heute, übermorgen“ im Industriemuseum Chemnitz

Menschliche Schatten laufen über die große LED-Fassade am Hauptbahnhof Chemnitz und machen so Gesten im Stadtraum erlebbar. Begleitet vom Schriftzug 'Gesten' kündet die Videoinstallation in unmittelbarer Nähe des Böttcherbaus der TU Chemnitz von der in Kooperation mit der TU Chemnitz und dem Ars Electronica Futurelab in Linz entstandenen Sonderausstellung 'Gesten – gestern, heute, übermorgen', die noch bis 4. März im Industriemuseum Chemnitz zu sehen ist.

Die Idee für diese moderne Symbiose von Ausstellung, Technik und Fassadeninszenierung lieferte das Gestaltungsbüro Helmstedt-Schnirch-Rom in Braunsdorf. Umgesetzt wurden die Vorstellungen gemeinsam mit den Ausstellungspartnern, dem Verkehrsverbund Mittelsachsen [VMS] und dem Tiefbauamt der Stadt Chemnitz. Den Ausgangspunkt bildete das interaktive Exponat 'Shadow Gestures', welches das Ars Electronica Futurelab für die Ausstellung entwickelt hat und das den Ausstellungsbesuchern eine spielerische Auseinandersetzung mit dem Thema Gesten bietet. Mit ihren eigenen Gesten werden die Gäste als Schattenbilder Teil der Ausstellung.

Weitere interaktive Objekte, wie der 'Wooden Mirror' des New Yorker Künstlers Daniel Rozin - ein Spiegel aus nicht-reflektierendem Material - oder die virtuelle Töpferscheibe machen nachvollziehbar, wie sich Objekte durch Gesten bedienen lassen.

Ergänzt wird die Ausstellung bis 18. Februar durch die Installation 'touch the sound 2.0/ sound sculpting' des Grazer Musikers und Musikwissenschaftlers Werner Jauk. Angebote, wie der Vortrag 'Wer will fleißige Handwerker sehen? Handwerksgesten im Wandel der Zeiten' am 25. Februar, 10:30 Uhr mit Dr. Manuel Schramm, Leipzig, und ein vielfältiges Ferienangebot vom 13. bis 23. Februar, jeweils Dienstag, Mittwoch und Freitag, 13 und 15 Uhr, sowie donnerstags 14 Uhr, begleiten die Ausstellung.

 

Mit freundlichen Grüßen

Claudia Wasner

Industriemuseum Chemnitz

Sächsisches Industriemuseum

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09112 Chemnitz

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Pressemitteilung vom 13.02.2018

Veranstaltungsankündigung: Sonntagsmatinee am 25. Februar im Industriemuseum Chemnitz

Sehr geehrte Damen und Herren der Medien,

wir bitten Sie um Veranstaltungsankündigung und laden Sie herzlich ein:

Am Sonntag, 25. Februar 2018, 10:30 Uhr, lädt das Industriemuseum Chemnitz im Rahmen der Sonntagsmatinee und der aktuellen Sonderausstellung 'Gesten – gestern, heute, übermorgen' zum Vortrag 'Wer will fleißige Handwerker sehen? Handwerksgesten im Wandel der Zeiten' ein. Referent ist Dr. Manuel Schramm, Wirtschafts- und Sozialhistoriker und Privatdozent an der TU Chemnitz. Nach seiner Promotion 2002 an der Universität Leipzig war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU Dresden, der TU Chemnitz und am Sächsischen Industriemuseum.

In seinem Vortrag geht Herr Dr. Schramm der Frage nach, wie aus Handhabungen Gesten werden. Anhand von Handwerksabbildungen lässt sich zeigen, dass bestimmte Handwerksberufe mit bestimmten Werkzeugen und Handhabungen dargestellt wurden, die meist nur einen geringen Teil der tatsächlich zu leistenden Arbeitsprozesse ausmachen. Aus den einzelnen Handhabungen entstanden dann Gesten, die das Handwerk als Ganzes charakterisieren, wie es beim Hobeln für den Beruf des Tischlers der Fall ist. Einige Gesten wurden auch durch Kinderlieder popularisiert. Ein Beispiel ist das Lied: 'Wer will fleißige Handwerker sehen?'. Warum charakterisieren einzelne Gesten bestimmte Berufe, obwohl die Handwerker in der Praxis sehr vielfältige Handhabungen ausführten? Dem geht Herr Dr. Schramm in seinem Vortrag anhand konkreter Berufe, wie Tischler, Bäcker oder Wagner, nach und verknüpft zugleich Fragen der Handwerksgeschichte mit Themen der Gestenforschung.

Der Eintritt zum Vortrag ist frei. Für den Besuch der Ausstellungen wird der reguläre Museumseintritt erhoben.

 

Mit freundlichen Grüßen

Claudia Wasner

Industriemuseum Chemnitz

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Pressemitteilung vom 12.02.2018

Digitales Informationssystem ergänzt die Dauerausstellung des Industriemuseums Chemnitz

Auf Initiative und mit inhaltlicher und finanzieller Unterstützung des Fördervereins entstand ein neues digitales Informationssystem für die Dauerausstellung des Industriemuseums Chemnitz. In über 300 Beiträgen erfahren die Museumsbesucher Details zu den ausgestellten Exponaten oder zu sächsischen Firmen. Eine Zeitschiene stellt die Objekte in den historischen Zusammenhang.

Umgesetzt wurde das Projekt von der Chemnitzer Softwarefirma 'Chemmedia AG', die bei der Konzipierung die speziellen Belange des Industriemuseums berücksichtigte. Die Mitglieder des Fördervereins beteiligten sich mit Texten und Bildern am Inhalt des Angebotes. Förderverein und Industriemuseum arbeiten permanent an der Vervollständigung der Datenbank.

Das Informationssystem, bestehend aus einem Sitzbereich mit zwei Touchscreen-Bildschirmen, befindet sich an zentraler Stelle im Eingangsbereich der Dauerausstellung und ist allen Gästen im Rahmen des Museumsbesuches zugänglich.

 

Mit freundlichen Grüßen

Claudia Wasner

Industriemuseum Chemnitz

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Pressemitteilung vom 12.02.2018

Reliefführer für Blinde und Sehbehinderte – ein Beitrag des Industriemuseums Chemnitz zur Inklusion

Mit Fördermitteln des Freistaates Sachsen und mit Unterstützung der Deutschen Zentralbücherei für Blinde in Leipzig erstellte das Industriemuseum Chemnitz einen Reliefführer, einen Museumsführer für Blinde und Sehbehinderte. Dieser Museumsführer ist ein weiterer Beitrag des Industriemuseums Chemnitz zur Barrierefreiheit.

Der 48 Seiten umfassende Reliefführer steht Besuchern mit Sehbeeinträchtigungen als Begleiter durch das Industriemuseum zur Verfügung und kann an der Museumskasse ausgeliehen werden.

In Braille- und Großschrift informiert der Spezialführer über die Architektur des Museumsgebäudes, den Ausstellungsaufbau und ausgewählte Exponate. Daneben vermitteln zehn tastbare Reliefseiten aus Kunststoff einen Eindruck von Größenverhältnissen und Strukturen wichtiger Objekte, wie der markanten Rundbogenfassade, der Schlosserwerkstatt mit Transmissionsantrieb, der imposanten Dampfmaschine von 1896 oder einer Wagen-Spinnmaschine aus dem frühen 19. Jahrhundert.

Getestet wurde der Reliefführer bereits von zwei Schulklassen der Landesblindenschule im Rahmen eines Museumsbesuches.

Ein weiteres Angebot für Menschen mit Sehbeeinträchtigung ist in Planung. Es ist vorgesehen, das Industriemuseum Chemnitz in die elektronische Orientierungshilfe 'FindenApp' aufzunehmen. Mit Hilfe des Smartphones und Bluetooth-Sendern soll die Orientierung im Museumsgelände, wie das Auffinden diverser Service-Punkte, Räume und Exponate erleichtert werden.

 

Mit freundlichen Grüßen

Claudia Wasner

Industriemuseum Chemnitz

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Pressemitteilung vom 31.01.2018

Landesausstellung und Tuchfabrik Crimmitschau

Zweckverband Sächsisches Industriemuseum bereitet Landesausstellung 2020 vor und verstärkt Personal

Der Zweckverband Sächsisches Industriemuseum wird 2020 mit zwei seiner insgesamt vier Standorte an der 4. Sächsischen Landesausstellung für Industriekultur teilnehmen. Das Industriemuseum Chemnitz wird zum Schauplatz 'Mensch und Maschine' und die Tuchfabrik Gebr. Pfau in Crimmitschau der Schauplatz 'Textil'. Dafür verstärkt sich der Museumsverbund 2018 auch personell.

Neue Museumsleiterin in der Tuchfabrik Gebr. Pfau Crimmitschau

Bereits zum Jahresbeginn nahm Jana Kämpfe (37) ihre Tätigkeit als Museumsleiterin der Tuchfabrik Gebr. Pfau auf. Die gebürtige Crimmitschauerin schloss 2006 ihr Magisterstudium der Volkskunde und Kulturgeschichte in Jena ab und war anschließend an wissenschaftlichen Einrichtungen und Museen in Mitteldeutschland tätig. Die Tuchfabrik kennt sie von einem zweijährigen wissenschaftlichen Volontariat 2008 und 2009. Zuletzt arbeitete sie als Museumsberaterin im Landkreis Sangerhausen. Sie blieb Crimmitschau verbunden und gehört seit 2009 dem Förderverein des Museums an, seit zwei Jahren in der Funktion der Geschäftsführerin.

Die Leitungsstelle in der Tuchfabrik ist damit nach längerer Vakanz wieder besetzt. Der  Zweckverband Sächsisches Industriemuseum als Träger und die Stadt Crimmitschau machen den Standort fit für die Landesausstellung 2020, die vom Freistaat in Crimmitschau mit einer halben Million Euro bezuschusst wird. Bereits 2018 erweitert das Museum seine Öffnungszeiten, gefördert vom Kulturraum Vogtland-Zwickau.

Im Laufe des Jahres verstärkt in Chemnitz und Crimmitschau je eine wissenschaftliche Projektstelle das Vorbereitungsteam der Landesausstellung.

 

Mit freundlichen Grüßen

Im Auftrag

Claudia Wasner

Industriemuseum Chemnitz

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Pressemitteilung vom 25.01.2018

Sonntagsmatinee und Dampfmaschinenlauf am Sonntag, 28. Januar im Industriemuseum

In der ersten Sonntagsmatinee diesen Jahres am Sonntag, 28. Januar, um 10:30 Uhr im Industriemuseum Chemnitz, hält die Leiterin des Deutschen Instituts für Heimerziehungsforschung Berlin,  Anke Dreier-Horning, einen Vortrag zu den Jugendwerkhöfen in der DDR.

Wer erinnert sich noch daran, dass im Wasserschloss Klaffenbach bis zur Wende ein Jugendwerkhof untergebracht war? Dort lebten und arbeiteten zeitweise über 100 Mädchen im Alter von 14 bis 18 Jahren, die als 'schwer erziehbar' oder anderweitig auffällig galten – im Sinne der DDR-Doktrinen natürlich.

Der Eintritt zum Vortrag ist frei.

Am selben Tag gibt es von 11 bis 16 Uhr Vorführungen der großen Germania-Dampfmaschine.

 

Mit freundlichen Grüßen/Best Regards/Cordialement

Achim Dresler

Stellvertr. Geschäftsführer Zweckverband Sächsisches Industriemuseum

Sammlungsleiter/stellvertr. Leiter Industriemuseum Chemnitz

Industriemuseum Chemnitz

Sächsisches Industriemuseum

Zwickauer Straße 119

09112 Chemnitz

Tel. 0371 - 36 76 135

Fax 0371 - 36 76 141

dresler(at)saechsisches-industriemuseum.de